Vollmilchaufwertung mit KRONI 719 Carouplus und KRONI 342 Carouplus Natura
Mehr als nur Vollmilch – gezielte Unterstützung für das junge Kalb
Die ersten Lebenswochen sind entscheidend für die Entwicklung eines Kalbes. In dieser Zeit befindet sich der Verdauungstrakt noch in der Entwicklung und muss sich gleichzeitig an die ausschliessliche Milchfütterung sowie an wechselnde Umwelt- und Haltungsbedingungen anpassen. Diese Umstellungsphase kann den Verdauungsprozess besonders empfindlich machen, sodass Kälber in dieser Zeit generell anfälliger auf Fütterungs- und Umweltstress reagieren können. Insbesondere in der Phase nach dem Kolostrum, wenn die passive Immunversorgung abnimmt und die eigene Abwehrleistung des Kalbes sich erst weiter aufbaut, ist das Gleichgewicht im Verdauungssystem noch nicht vollständig stabil. Auch die Verdauung selbst ist in dieser frühen Lebensphase noch in Entwicklung. Die effiziente Verwertung der aufgenommenen Milch ist jedoch entscheidend, damit Energie und Nährstoffe für Wachstum und Entwicklung optimal genutzt werden können. Eine hochwertige Vollmilch bildet dabei die Grundlage der Kälberfütterung. Gleichzeitig kann es in dieser sensiblen Phase sinnvoll sein, die Tränke gezielt mit Vitaminen, Spurenelementen und ausgewählten Komponenten zu ergänzen, um die Nährstoffversorgung bedarfsgerecht abzusichern. Genau hier setzt KRONI 719 Carouplus und KRONI 342 Carouplus Natura an. Der Vollmilchaufwerter kombiniert eine gezielte Ergänzung mit Vitaminen und Spurenelementen, Milchsäurebakterien und Johannisbrotmehl. Beim KRONI 719 Carouplus wird die Rezeptur zusätzlich durch hydrolysierte Hefe und B-Vitamine ergänzt. Damit entsteht eine abgestimmte Ergänzung für die tägliche Kälbertränke.
Johannisbrotmehl – hohe Akzeptanz in der Kälberfütterung
Pektine gehören zu den löslichen Ballaststoffen und besitzen eine ausgeprägte Wasserbindungsfähigkeit. Durch ihre Struktur können sie grosse Mengen Flüssigkeit aufnehmen und bilden einen dickflüssigere, gelartigen Futterbrei. Aufgrund der sehr feinen Vermahlung des Johannisbrotmehls wird diese Eigenschaft besonders gut nutzbar, da eine grosse Oberfläche zur Verfügung steht.Die enthaltenen Gerbstoffe (Tannine) sind pflanzliche Sekundärstoffe mit adstringierenden Eigenschaften. Sie können mit Proteinen im Darminhalt sowie an der Darmschleimhaut interagieren und tragen so auf natürliche Weise zur Stabilisierung der Kotkonsistenz und einer normalen Verdauungsfunktion bei. Neben diesen funktionellen Eigenschaften spielt auch die sensorische Komponente eine Rolle: Johannisbrotmehl besitzt einen milden, leicht süsslichen Geschmack mit karamellartigen und kakaoähnlichen Noten. Dadurch kann es die Akzeptanz der Tränke positiv beeinflussen und trägt zu einer guten Aufnahme der Milch bei. Gerade für das junge Kalb ist eine möglichst stabile Verdauung entscheidend. Denn nur wenn die aufgenommene Milch zuverlässig verdaut und verwertet werden kann, stehen Energie und Nährstoffe für Wachstum und Entwicklung zur Verfügung. Johannisbrotmehl ergänzt Carouplus deshalb auf natürliche Weise und macht die Rezeptur besonders interessant für die sensible Tränkephase.
Milchsäurebakterien – Bestandteil des mikrobiellen Futtersystems
Beim jungen Kalb befindet sich die Darmflora in den ersten Lebenswochen noch im Aufbau. Sie wird laufend durch Milchaufnahme, Umweltkeime und Fütterungsbedingungen beeinflusst und entwickelt sich schrittweise zu einem stabilen mikrobiellen System. Die zugesetzten Milchsäurebakterien ergänzen die natürliche Mikroflora im Verdauungstrakt und tragen zur ernährungsphysiologischen Begleitung des mikrobiellen Gleichgewichts im Rahmen der Fütterung bei. Ein wichtiger Aspekt von Milchsäurebakterien ist ihre Konkurrenzwirkung gegenüber anderen Mikroorganismen im Verdauungstrakt. Sie können sich im Darm an verfügbare Anheftungsstellen an der Schleimhaut binden und stehen dort in Konkurrenz zu anderen Keimen um Raum und Nährstoffe. Gleichzeitig tragen sie durch ihre Stoffwechselaktivität zur Bildung eines für Milchsäurebakterien typischen Milieus bei. Durch diese Mechanismen sind Milchsäurebakterien ein natürlicher Bestandteil des mikrobiellen Ökosystems im Verdauungstrakt und werden in der Kälberfütterung gezielt als Teil eines ausgewogenen Fütterungskonzepts eingesetzt.
Hydrolysierte Hefe ergänzt die Rezeptur
In KRONI 719 Carouplus wird die Rezeptur zusätzlich durch hydrolysierte Hefe ergänzt. Sie stellt eine aufgeschlossene Form von Hefezellbestandteilen dar, in der insbesondere Mannan-Oligosaccharide (MOS) und β-Glucane enthalten sind. MOS kann man sich vereinfacht als kleine „Andockstellen“ im Darm vorstellen. Bestimmte Keime können sich daran anheften, statt sich an der Darmwand festzusetzen. Dadurch werden sie auf natürlichem Weg mit der Verdauung weitertransportiert. MOS werden deshalb in der Kälberfütterung eingesetzt, wenn es um eine ausgewogene Darmflora und eine stabile Verdauungssituation geht. β-Glucane sind natürliche Bestandteile der Hefezellwand. In der Fütterung werden sie vor allem im Zusammenhang mit der körpereigenen Abwehr und der allgemeinen Vitalität des Tieres betrachtet. Man kann sie sich als natürliche „Signalstoffe“ aus der Hefe vorstellen, die die körpereigene Abwehr aktiv unterstützen.
Das Carouplus-Konzept vereint Vitamine, Spurenelemente und funktionelle Komponenten zu einer abgestimmten Ergänzung der Vollmilchtränke. Dadurch entsteht eine praxisnahe Lösung, die die tägliche Fütterung des Kalbes gezielt und einfach ergänzt.