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Mais silieren

Der Lagerplatz des Siliergutes sollte vor dem Einbringen gereinigt und desinfiziert werden. So wird gewährleistet, dass das frisch geerntete Futter nicht bereits beim Einsilieren mit unerwünschten Keimen in Kontakt kommt.

Ein wichtiger Faktor für sauberes Erntegut ist die Schnitthöhe. Diese darf nicht zu tief sein, da sonst der Rohaschegehalt in der Silage ansteigt. Ideal ist eine Schnitthöhe von ca. 30 cm. Ebenfalls sollte der Trockensubstanzgehalt (TS-Gehalt) überprüft werden. Der optimale TS-Gehalt ist zum Zeitpunkt der Teigreife des Korns und beträgt 32 Prozent. Weiter zu beachten ist die Häcksellänge. Längere Häcksel können schlecht verdichtet werden, was bei der Entnahme zu Problemen durch Nacherwärmung oder Schimmelbildung führen kann. Die optimale Verdichtung wird bei einer Häcksellänge zwischen 5 und 8 mm erreicht. Dazu sollte das Korn mindestens viermal gebrochen werden, um die Stärkeverdaulichkeit zu erhöhen.

Der Einsatz von Siliermitteln fördert die rasche Absenkung des pH-Wertes, welche die Grundlage für einen optimalen Gärverlauf ist. Eine Kombination zwischen Milchsäurebakterien und Kaliumsorbat (KRONI 908 Bactosil Plus) eignet sich optimal dazu. Die Essigsäure, welche gebildet wird, hilft gegen Nacherwärmung bei der Maissilage. Auch KRONI 910 SiloSolve FC EKO oder KRONI 912 SiloSolve FC können zusammen mit KRONI 907 Kaliumsorbat eingesetzt werden.

Fahrsilo

Im Fahrsilo ist die Abstimmung der Erntekette mit dem Walzfahrzeug wichtig. Es wird empfohlen, pro Schicht 15 Minuten für die Verdichtung einzuplanen. Ein Überfüllen des Silos über die Wände hinaus sollte unbedingt vermieden werden, da so der Rand nicht mehr optimal verdichtet werden kann. Da sich in Vertiefungen Regenwasser ansammelt, gilt es, diese auszuebnen. Mit einer Cambridgewalze kann man am Ende der Ernte allfällige Unebenheiten ausgleichen. Ein 30-minütiges Nachwalzen hilft, den Fahrsilo gut zu verdichten. Die letzte Schicht wird teilweise trotz Nachwalzen nicht optimal verdichtet, dadurch kann es dort zu Schimmelbildung kommen. Um diese sowie die Siloränder vor Schimmel zu schützen, kann vorbeugend Propionsäure (KRONI 909 Stabisil) eingesetzt werden.

Direkt nach dem Befüllen gilt es, die Siloanlagen luftdicht zu verschliessen. Längs an der Wand entlang und mittels mehreren Querbahnen wird der Fahrsilo mit Sandsäcken vor Lufteintritt geschützt. Möchte man das Anpressen der Folie an das Erntegut unterstützten, kann abschliessend Wasser auf den Silo gespritzt werden. So wird die Folie am Rand angepresst und verhindert zusätzlich, dass Luft in den Silo gelangt.

Hochsilo

Beim Hochsilo gibt es je nach Bauart unterschiedliche Vorbereitungen zu treffen. Bei allen sind jedoch die Dichtungen vor dem Befüllen zu kontrollieren und wen nötig zu ersetzten. Bei Holzsilos ist es wichtig, dass diese vor dem befüllen genetzt werden damit diese aufquellen und die Risse verschwinden.

Da die meisten Hochsilos mittels Gebläse befüllt werden, ist zu beachten, dass der Einfüllbogen gut zentriert wird, um eine gleichmässige Schichtung zu erreichen. Wird der Mais zu trocken einsiliert, besteht die Gefahr, dass sich die Lieschen Blätter am Rand ansammeln. Diese lassen sich weniger gut verdichten können Luft einschliessen. Etwas Luft eingeschlossen genügt, um dem Schimmel eine Chance zu geben. Daher sollte der TS-Gehalt im optimalen Bereich sein und die Häcksellänge von 5 bis 8 mm betragen.

Da bei Hochsilos die obersten Schichten in der Regel weniger gut verdichtet sind, ist hier der Einsatz von Kaliumsorbat (KRONI 907) bei den letzten zwei drei Häckselwägen empfohlen. Anschliessend sollte der Silo möglichst schnell verschlossen werden. Sollte der Silo komplett voll sein, genügt das luftdichte Abschliessen mit dem Deckel. Sollte jedoch noch ein grosser Hohlraum im Silo vorhanden sein, empfiehlt es sich mit einer Wasserpresse den Silo zu verschliessen.

Maisballen

Maisballen werden oft vom Lohnunternehmer gemacht. Hier gilt es eine kontinuierliche Beschickung der Presse zu gewährleisten. Die Maisballen sollten direkt nach dem pressen an ihren Lagerort gebracht werden wo diese erst für die Fütterung wiedergeholt werden. Der Lagerplatz sollte eben sein und keine Steine enthalten. Ein befestigter Untergrund hilft, das Mäuse aus dem Boden nicht direkt in die Ballen gelangen. Weiteres ist ein vielfaches Umschichten der Ballen zu vermeiden. Dies führt dazu, dass die Folie beschädigt wird und Sauerstoff in die Ballen dringt und dort Schimmel bildet. Da Maisballen gleich verschlossen werden, genügt hier ein Siliermittel auf Milchsäurebasis (KRONI SiloSolve FC) (910 BIO / 912).

Silowurst

Bei der Silowurst gilt es zu beachten, dass kontinuierlich Häckselgut für die Presse bereitsteht. Zu Beginn und am Ende besteht die Herausforderung, dass die Verdichtung ungenügend ist. Hier lohnt sich der Einsatz von Kaliumsorbat und einem Milchsäureprodukt um die Gärung zu unterstützten.

Fahrsilo, Maisballen und die Silowurst müssen vor Vögel geschützt werden. Dies geschieht am besten mit Netzen, die über die Folien gelegt werden.

Lagerung

Maissilage benötigt für die optimale Gärung sechs bis acht Wochen. Werden Silos früher geöffnet, sollten Silierhilfmittel zwingend eingesetzt werden.

Entnahme

Winter:

·         Fahrsilo                   1 m / Woche

·         Hochsilo                  10 cm / Tag

·         Maisballen               mind. 10 cm / Tag (nicht ganz öffnen)

·         Silowurst                 1 m / Woche

Sommer:

·         Fahrsilo                   2 m / Woche

·         Hochsilo                  25 cm / Tag

·         Maisballen               mind. 30 cm / Tag (nicht ganz öffnen)

·         Silowurst                 0.5 m / Tag (eher ungeeignet)

Bei der Entnahme ist darauf zu achten, dass kein loses Futter vorhanden ist. Dies führt schnell zu Schimmel- oder Hefenbildung und verschmutzt das Futter.

Fazit:

·         Silo reinigen / desinfizieren (geschlossene Hochsilo mittels KRONI ZH-512 Fumagri HA)

·         Schnitthöhe ca. 30 cm

·         Häcksellänge 5 bis 8 mm

·         Siliermittel einsetzen (KRONI 908 Bactosil, KRONI 910 SiloSolve FC EKO, KRONI 912 SiloSolve FC, KRONI 907 Kaliumsorbat)

·         Ränder und die letzte Schicht mit KRONI 907 Kaliumsorbat oder KRONI 909 Stabisil behandeln

·         Silo luftdicht verschliessen

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