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Mais silieren

Vorbereitungen
Die Vorbereitung ist auch hier das A und O! Es beginnt bei der Bestimmung des Reifegrades der Maispflanze. Der optimale Trockensubstanzgehalt (TS-Gehalt) für eine gute Verdaulichkeit beträgt ca. 32 % TS. Neue Maissorten haben oft reife Körner und eine grüne Restpflanze mit einem tiefen TS-Gehalt. Es gilt hier einen guten Kompromiss zu finden.
Bei Siloanlagen sind vor dem Befüllen die Wände, der Boden und die Siphons zu reinigen. Waren Schimmel oder Hefen in der Vergangenheit ein Thema, gilt es die Silos zu desinfizieren und in Stand zu stellen. Die Wände und Böden sollten möglichst glatt und sauber sein. So sinkt das Risiko, dass das frische Erntegut mit möglichen unerwünschten Schadsporen kontaminiert wird. Weiter ist bei Fahrsiloanlagen zu beachten, dass ein geeignetes Walzfahrzeug zur Verfügung steht. Als Faustregel für das Verdichten gilt die Einfüllmenge je Stunde geteilt durch vier zu rechnen. Das Walzgewicht kann so bestimmt werden.
Siliermittel sollten zeitig eingekauft werden. Dadurch steigt die Flexibilität und man hat die Sicherheit, dass es auf dem Betrieb ist, wenn gehäckselt wird. Ist der Zeitraum zwischen Einfüllen und Entnehmen gering, sollte zwingend ein Siliermittel eingesetzt werden. Dazu eignen sich die beiden Siliermittel mit dem Zusatz FC. Das KRONI 910 SiloSolve FC EKO und KRONI 912 SiloSolve FC unterscheiden sich einzig im Trägerstoff, dieser ist im KRONI 910 SiloSolve FC EKO ein organischer, wodurch der Einsatz im Biolandbau erlaubt ist. Die Kombination der Milchsäurebakterien ermöglicht das Silo bereits nach 10 Tagen zu öffnen und mit der Verfütterung zu beginnen. Das Erntegut ist dann noch nicht komplett vergoren, jedoch ist es so stabil, dass keine Nacherwärmung auftritt. Das Ziel von Siliermitteln ist es den Restsauerstoff in der Silage möglichst schnell zu verbrauchen und Milchsäure zu produzieren, um die gewünschte pH-Wertabsenkung. Heterofermentative Milchsäurebakterien wandeln nach der Hauptgärung einen kleinen Teil der entstandenen Milchsäure in Essig- und Propionsäure um. Diese hemmen das Wachstum von Pilzen und erhöhen die Stabilität der Silage. Je nach Siloanlage und Erntegut kann es Sinn machen kombinierte Produkte mit Milchsäure und Konservierungssalzen einzusetzen. So können die SiloSolve Produkte mit KRONI 907 Kaliumsorbat kombiniert werden oder mit dem KRONI 908 Bactosil Plus gleich ein Kombiprodukt eingesetzt werden.
Ein wichtiger Faktor für sauberes Erntegut ist die Schnitthöhe. Diese darf nicht zu tief sein, da sonst der Rohaschegehalt in der Silage ansteigt. Ideal für Ganzpflanzen-Maissilage ist eine Schnitthöhe von ca. 30 cm. Wird der Mais höher gemäht, steigt der Energiegehalt in der Silage. Für die Verdichtung ist neben dem TS-Gehalt auch die Häcksellänge entscheidend. Diese liegt zwischen 5 und 8 mm. Wird der Mais länger gehäckselt, ist er schwerer zu verdichten, wodurch es zu Nacherwärmung und Schimmelbildung kommen kann. Um die Stärkeverdaulichkeit zu erhöhen, sollte das Korn mindestens viermal gebrochen werden.

Fahrsilo
Im Fahrsilo ist die Abstimmung der Erntekette mit dem Walzfahrzeug wichtig. Es wird empfohlen, pro Schicht 15 Minuten für die Verdichtung einzuplanen. Dabei sollten die Schichten nicht mehr als 10 bis 15 cm betragen. Denn sonst kann es vorkommen, dass Restsauerstoff in der Silage zurückbleibt, den die Milchsäurebakterien nicht in CO2 umwandeln können und so in tieferen Schichten zu Schimmel führen. Ein Überfüllen des Silos über die Wände hinaus sollte unbedingt vermieden werden, der Rand lässt sich dann nicht optimal verdichten, wodurch sich Schimmel bilden kann. Unebenheiten auf dem Silo können z.B. mit einer Cambridgewalze ausgeebnet werden. Den Wasseransammlungen können den Gasaustausch der Folie beinträchtigen und zu schlechter Silage führen. Ein 30-minütiges Nachwalzen hilft, den Fahrsilo bis zuoberst gut zu verdichten. Der Randbereich ist jedoch schwierig zu verdichten, will man hier eine zusätzliche Sicherheit kann der Rand vorbeugend mit Propionsäure (KRONI 909 Stabisil) behandelt werden.
Direkt nach dem Befüllen gilt es, die Siloanlagen luftdicht zu verschliessen. Längs an der Wand entlang und mittels mehreren Querbahnen wird der Fahrsilo mit Sandsäcken vor Lufteintritt geschützt. Möchte man das Anpressen der Folie an das Erntegut unterstützten, kann abschliessend Wasser auf den Silo gespritzt werden. So wird die Folie am Rand angepresst und verhindert zusätzlich, dass Luft in den Silo gelangt.

Hochsilo
Beim Hochsilo gibt es je nach Bauart unterschiedliche Vorbereitungen zu treffen. Bei allen sind jedoch die Dichtungen vor dem Befüllen zu kontrollieren und wenn nötig zu ersetzten. Bei Holzsilos ist es wichtig, dass diese vor dem Befüllen genetzt werden, damit diese aufquellen und die Risse verschwinden. Dabei sollte das Erntegut nicht zu trocken einsiliert werden.
Da die meisten Hochsilos mittels Gebläse befüllt werden, ist zu beachten, dass der Einfüllbogen gut zentriert wird, um eine gleichmässige Schichtung zu erreichen. Wird der Mais zu trocken einsiliert, besteht die Gefahr, dass sich die Lieschenblätter am Rand ansammeln. Diese lassen sich weniger gut verdichten und können Luft einschliessen. Eingeschlossener Restsauerstoff genügt, um Schimmel und Hefen eine Chance zu geben.
Da bei Hochsilos die obersten Schichten in der Regel weniger gut verdichtet sind, ist hier der Einsatz von KRONI 907 Kaliumsorbat bei den letzten zwei bis drei Häckselwägen empfohlen. Anschliessend sollte der Silo möglichst schnell verschlossen werden. Es ist empfehlenswert mittels Wasserpresse den Silo zu verdichten.

Maisballen
Für Maisballen darf der TS-Gehalt des Silierguts mit 35 % trockner sein. Hier gilt es eine kontinuierliche Beschickung der Presse zu gewährleisten. Die Maisballen sollten direkt nach dem Pressen an ihren Lagerort gebracht werden, wo diese erst für die Fütterung wiedergeholt werden. Der Lagerplatz sollte eben sein und keine grösseren Steine enthalten. Ein befestigter Untergrund hilft, dass nicht Mäuse aus dem Boden direkt in die Ballen gelangen. Weiters ist ein vielfaches Umschichten der Ballen zu vermeiden. Dies führt dazu, dass die Folie beschädigt wird und Sauerstoff in die Ballen dringt und dort schimmel bildet. Da Maisballen gleich verschlossen werden, genügt hier ein Siliermittel auf Milchsäurebasis wie es KRONI SiloSolve FC ist (910 EKO / 912).

Silowurst
Bei der Silowurst gilt es zu beachten, dass kontinuierlich Häckselgut bereitsteht für die Presse. Am Anfang und Ende der Silowurst besteht die Herausforderung, die Verdichtung zu gewährleisten. Hier lohnt sich der Einsatz von KRONI 907 Kaliumsorbat und einem Milchsäureprodukt um die Gärung zu unterstützten.

Fahrsilo, Maisballen und die Silowurst gilt es vor Vögel zu schützen. Dies geschieht am besten mit Netzen, die über die Folien gelegt werden.

Lagerung
Maissilage benötigt für die optimale Gärung sechs bis acht Wochen. Werden Silos früher geöffnet, sollten Silierhilfsmittel zwingend eingesetzt werden. Bei der Wahl der Silofolien sollte zwingend das Gasaustauschvermögen angeschaut werden. Da Mais in der Regel für ein ganzes Jahr einsiliert wird, sollte hier eine gute Folie gewählt werden, das optimale Gasaustauschvermögen liegt bei 0,2 bar bei unter 250 cm3. Ist es höher, kann trotz sauberem Einsilieren, der Verwendung von Siliermitteln und optimaler Verdichtung die oberste Schicht zu schimmeln beginnen, wodurch ein Mehraufwand entsteht.

Entnahme
Winter:                                                                                              Sommer:
Fahrsilo: 1 m / Woche                                                                      2 m / Woche
Hochsilo: 10 cm / Tag                                                                       25 cm / Tag
Maisballen: min. 10 cm / Tag (nicht ganz öffnen)                             min. 30 cm / Tag (nicht ganz öffnen)
Silowurst: 1 m / Woche                                                                    0,5 m / Tag (eher ungeeignet)
Bei der Entnahme ist darauf zu achten, dass kein loses Futter liegen bleibt. Dies führt schnell zu Schimmel- oder Hefenbildung und kontaminiert die restliche Silage.

Fazit
Silo reinigen / desinfizieren (geschlossene Hochsilo mittels KRONI ZH-512 Fumagri HA)
Schnitthöhe ca. 30 cm
Häcksellänge 5 - 8 mm
Siliermittel einsetzten (KRONI 908 Bactosil, KRONI 910 SiloSolve FC EKO, KRONI 912 SiloSolve FC, KRONI 907 Kaliumsorbat)
Ränder und die letzte Schicht mit KRONI 907 Kaliumsorbat oder KRONI 909 Stabisil behandeln
Silo luftdicht verschliessen 

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